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Anbau Schulhaus Rodersdorf

Die kompakte Erweiterung ist an der nördlichen Ecke der bestehenden Grundschule positioniert. Die Form ergibt sich einerseits aus der räumlichen Kontinuität des bestehenden Schulflurs und andererseits aus der Notwendigkeit von Gruppenräumen, die direkt an die Klassenzimmer anschließen. Der Erweiterungsbau bildet als Kopfbau den volumetrischen Abschluss und schafft eine räumliche Verbindung zu der Sporthalle. Zwischen beiden erstreckt sich der überdachte Pausenhof.

Das Raumprogramm umfasst zwei Klassenzimmer mit vier Gruppenräumen sowie im Untergeschoss Mehrzweckraum und textiles Werken mit Materialraum. Die den Korridor füllenden Einbauten des bestehenden Schulgebäudes wurden entfernt, um den Zugang zum Erweiterungsbau zu gewährleisten. Der breite, multifunktionale und gut belichtete Flur öffnet sich zum Pausenplatz. Die Sitznischen in den Gangmöbeln dienen als Rückzugsort und Lernraum für die SchülerInnen. 

Die lärm- und schmutzintensiven Arbeiten am Bestand konnten in den Sommerferien ausgeführt werden, die restlichen Arbeiten unter laufendem Schulbetrieb. Die Bauweise ist sehr umweltfreundlich und nachhaltig. Die Außenwände des Kellers und die Bodenplatte sind aus recyceltem Beton erstellt. Bereits die Decke über dem Keller ist wie die oberen Stockwerke mit vorgefertigten Holzelementen ausgeführt. Die Außenverkleidung besteht aus vertikalen Lamellen und Brettern, die Innenverkleidung aus grossflächigen Sperrholzplatten.

Situation

Erdgeschoss

Obergeschoss

Untergeschoss

Schnitt

Ansicht West

Umbau Burgmatt Zunzgen

Am Rande des Dorfkerns, an einer Strassengabelung, liegt das ehemalige Bauernhaus in der Burgmatt aus dem 17. Jahrhundert. Das Gebäude ist charakterisiert durch die ortsübliche Gliederung in separate Wohn- und Ökonomieteile, welche sich auch heute noch klar ablesen lässt. Der Wohnteil wurde im Laufe der Zeit durch einen kleinen Anbau mit Pultdach ergänzt.

Nach langjährigem Leerstand und Verfall sollte das Gebäude wieder zum Zuhause für eine Familie werden. Dazu wurde der Wohnteil von Grund auf saniert. Alle Wandoberflächen, Boden- und Deckenbeläge sowie haustechnischen Anlagen wurden erneuert oder ersetzt. Erhalten geblieben sind die Tragstrukturen aus Bruchsteinmauerwerk und die alten Decken, deren Balken in den Räumen sichtbar gelassen wurden. In der Scheune sind die Zwischenböden und Innenwände abgebrochen und ein ausserordentlich grosszügiger Zwischenklimaraum geschaffen worden, der sich durch das Öffnen der zwei Scheunentore regulieren lässt. Ein neues, grosses, auf einer Höhe von 1.5 Metern, angeordnetes Fenster bringt viel Licht in die Scheune und ist gleichzeitig von aussen grösster Zeuge des neuen Innenlebens.

In der Scheune besetzt neu ein eingeschossiger Anbau mit Höhenversatz in Holzbauweise den Raum der ehemaligen Stallungen. Für seine Aussenhaut aus naturbelassenem Fichtenholz wurde auf ein Baumaterial mit langer Tradition zurückgegriffen. Im Innern beherbergt der Anbau das Entrée und die Küche, die beide mittels Durchbrüchen mit dem alten Wohnhaus verbunden sind. Von der Küche erlauben grosse Fenster sowohl den Blick in die Scheune als auch in den Garten. Das Dach des Anbaus, das als Aufenthaltsraum genutzt wird, verweist mit seinen zwei Ebenen auf die traditionell auf verschiedenen Höhen angeordneten Heuböden.

Situation

Erdgeschoss

Obergeschoss

Längsschnitt

Querschnitt 1

Querschnitt 2

Wohnhaus Langhag Liestal

Das Mehrfamilienhaus mit fünf Eigentumswohnungen befindet sich an Hanglage im Ergolztal in einem ruhigen Wohnquartier. Der zweigeschossige Baukörper mit jeweils zurückversetztem Attika- und Sockelgeschoss ist durch die L-Form mit zwei schräg weglaufenden Seiten und einen Versatz im Volumen gegliedert. Das Haus hat eine angemessene Massstäblichkeit und integriert sich vorbildlich in die eher kleinteilige Umgebung.

Das lichtdurchflutete Treppenhaus mit Lift befindet sich im Zentrum des Gebäudes und nimmt als Gelenk die verschiedenen Richtungen auf. Es entstehen spannende mehrgeschossige Räume und Sichtbezüge. Die Wohnungen finden ihren räumlichen Abschluss jeweils in einem offenen Wohn-/Essbereich mit anschliessendem gedecktem Sitzplatz. Schlaf- und Nebenräume reihen sich um den Erschliessungsbereich der Wohnungen.

Die Materialisierung aussen unterstützt das volumetrische Konzept. Der Putz mit Terrazzo-Effekt verleiht den geschlossenen Wandoberflächen eine starke Plastizität. Die Fensteröffnungen der Hauptgeschosse sind zwar regelmässig gesetzt. Hingegen werden jeweils zwei Fenster mit farblich angepassten glatten Putzflächen zusammengefasst, wobei auch die Stoffstoren auf die Fensterfarbe abgestimmt sind. Die so generierten verschobenen Bänder betonen die Horizontalität und dynamisieren die Fassade.

Situation

Sockelgeschoss

Erdgeschoss

Attikageschoss

Querschnitt

Südansicht

Längsschnitt

Ostansicht

Kindergarten Riniken

Der Doppelkindergarten besteht aus zwei separat erschlossenen Baukörpern, die durch ein verbindendes Dach eine Einheit bilden. Die beiden Baukörper sind präzise in die Umgebung gesetzt und fügen sich in ihrer Anordnung optimal in das bestehende Terrain ein. Durch die leichte Abdrehung und Verschiebung des oberen Volumens öffnet sich das Gebäude in Richtung Schulhausplatz, während der behindertengerechte Zugangsweg vom neuen Parkplatz als sekundäre Erschliessung wahrgenommen wird.

Durch die Aufteilung des Doppelkindergartens in zwei Baukörper entsteht eine durchlässige Gebäudestruktur, die einerseits Sichtbezüge zum Wald, andererseits eine Verbindung des Kindergarten-Aussenraums zum Schulgelände ermöglicht. Gleichzeitig schafft das verbindende Dach eine attraktive Aussenfläche, die als witterungsgeschützte Spiel- und Aufenthaltsfläche genutzt werden kann. Durch die abgerundeten Ecken der Fassade wird man über den Weg zu den beiden Eingängen geleitet.

Der Grundriss kommt ohne Erschliessungswege aus. Von der Garderobe gelangt man direkt in den Hauptraum, der nach Osten hin zum freien Feld und nach Westen zum Schulhausplatz ausgerichtet ist. Das Zentrum des Raums wir durch eine Überhöhe mit einem umlaufenden Fensterband betont. Angrenzend an den Hauptraum kann der Gruppenraum mit grossen Schiebetüren dem Hauptraum zugeschaltet oder abgetrennt werden. Die Nebenräume befinden sich in den Gebäudeecken und sind teilweise von aussen oder direkt vom Hauptunterrichtsraum erschlossen.

Konzept Setzung

Situation

Erdgeschoss

Längsschnitt

Ansicht Nord

Querschnitt

Ansicht West

Umbau Gemeindezentrum Bättwil

Das Gemeindezentrum besteht aus dem alten Schulhaus am Bahnweg, erstellt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, und dem neueren Schulhaus mit Werkhof von 1994 an der Rebenstrasse. Die gemeindeeigenen Nutzungen sind neu verteilt worden. Das repräsentative ortsbildtypische Gebäude mit Satteldach beherbergt die Verwaltung von Bättwil. Das Dachgeschoss ist zum Gemeindesaal ausgebaut. Im ehemaligen Schulhaus mit Flachdach befinden sich Kindergarten und Spielgruppe.

Der Zugang zur Verwaltung erfolgt vom Bahnweg auf der Gebäudevorderseite, behindertengerecht neu auch über die Rückseite. Im Erdgeschoss sind Schalter, Büros, Archiv und WC-Anlagen untergebracht. Im Obergeschoss finden sich Multifunktionsräume wie Besprechungszimmer in der bestehenden Struktur. Im westlichen Gebäudeteil ist der Boden auf dasselbe Niveau angehoben, damit der behindertengerechte Zugang zu den öffentlichen Räumen gewährleistet ist. Die Dachkonstruktion bleibt erhalten, die Lastabtragung erfolgt über neue Decken und Wände in Holzelementbauweise. Darin befinden sich Foyer, Küche, Lager, Lift und Treppe, die zum Saal im Dachgeschoss führen. Die Überhöhe des Foyers und die Verglasung zum Saal schaffen eine starke räumliche Verbindung. Die grosse neue Öffnung zum Platz hin markiert den Zugang zum Saal von der Rebenstrasse und betont den öffentlichen Charakter des Gebäudes. Der Saal wird über grossformatige Öffnungen an den Giebelfassaden und ein Oblichtband auf der Nordseite belichtet. Ansonsten ist das äussere Erscheinungsbild weitgehend erhalten geblieben. Die energetische Sanierung beinhaltet den Ersatz aller Fenster, die Dämmung der Dachflächen sowie der Aussenwände und Böden gegen Erdreich wo sinnvoll.

Das Obergeschoss des neueren Schulhauses ist auf die Grundstruktur zurückgeführt, die im Laufe der Zeit eingebauten Unterteilungen sind entfernt. Die WC-Anlagen sind umplatziert und vergrössert, da sie nun auch von den Saalbesuchern genutzt werden. Dadurch hat sich die Eingangssituation und die Verbindung zum Gebäude am Bahnweg verbessert. Die energetische Sanierung des Daches und der Fassaden bietet die Möglichkeit, den unbefriedigenden gestalterischen Ausdrucks des Gebäudes zu verbessern. Die Dach- und Fassadenvorsprünge sind entfernt. Eine textile geknickte Fassadenhaut überspannt Mauerwerk und Fenster und schafft ein spannendes und reduziertes Erscheinungsbild, das sich klar vom historischen Gebäude unterscheidet und sich diesem unterordnet. Das gedeckte Vordach aus Sichtbeton verbindet die beiden Gebäude und markiert die Zugänge zu Kindergarten und zum öffentlichen Gemeindesaal. Der grosszügige Vorplatz zur Rebenstrasse ist multifunktionell gestaltet und steht für öffentliche Anlässe aller Art zur Verfügung.

Situation

Erdgeschoss

Obergeschoss

Dachgeschoss

Längsschnitt

Ansicht Süd

Querschnitt

Ansicht Ost

Ansicht Nord

Haus Im Wygärtli Hofstetten

Das zweigeschossige Haus mit Innenhof und vorgelagerter Garage befindet sich am Südhang von Hofstetten. Die Erschliessung erfolgt strassenseitig von oben, die Wohnräume orientieren sich im Sockelgeschoss zum Garten hin. Die klare Ordnung der Raumnutzungen ermöglicht eine optimale Integration des Baukörpers ins bestehende Terrain, an dem fast keine Anpassungen nötig sind. Im Eingangsgeschoss befinden sich Entrée, offener Wohnbereich, zwei Zimmer, Bad und Ankleide. Über die einläufige Treppe gelangt man ins Sockelgeschoss mit Wohnen, Essen, Küche und Gäste-WC. Es wird einerseits durch den Innenhof und andererseits durch den gedeckten Sitzplatz gegliedert. Hangseitig befinden sich die Kellerräume. 

Alle Haupträume sind nach Süden, zur Aussicht und zum Garten hin ausgerichtet. Damit entsteht ein U-förmiges Gebäude, das einen Innenhof umschliesst, der das Zentrum des Hauses bildet, spannende Sichtbezüge schafft und die Wegführung innerhalb des Hauses bestimmt. Der Hof erlaubt trotz Hanglage eine mehrseitige Belichtung der Räume im Sockelgeschoss und einen starken räumlichen Bezug vom Eingangs- zum Sockelgeschoss.

Die harte Hülle aus Beton bildet den Übergang vom felsigen Erdreich zum Sockelgeschoss, das sich nur gegen Süden mit grosszügigen Verglasungen und Verkleidungen aus Lärchenholz öffnet. Im oberen Geschoss führt die Materialisierung mit harten Betonbändern im Bereich der Decken und weichen Füllungen von der Süd- über die Ostfassade bis zum Garagentor auf der Strassenseite. Die Hoffassaden sind analog gestaltet. Selbst im Innern wird dieses Konzept fortgeführt mit Sichtbetondecken, Hartbetonböden und Füllungen mit glatt verputzten Wänden respektive Lärchenfenstern- und verkleidungen.

Situation

Eingangsgeschoss

Sockelgeschoss

Querschnitt

Ansicht Ost

Längsschnitt