Haus Im Wygärtli Hofstetten

Das zweigeschossige Haus mit Innenhof und vorgelagerter Garage befindet sich am Südhang von Hofstetten. Die Erschliessung erfolgt strassenseitig von oben, die Wohnräume orientieren sich im Sockelgeschoss zum Garten hin. Die klare Ordnung der Raumnutzungen ermöglicht eine optimale Integration des Baukörpers ins bestehende Terrain, an dem fast keine Anpassungen nötig sind. Im Eingangsgeschoss befinden sich Entrée, offener Wohnbereich, zwei Zimmer, Bad und Ankleide. Über die einläufige Treppe gelangt man ins Sockelgeschoss mit Wohnen, Essen, Küche und Gäste-WC. Es wird einerseits durch den Innenhof und andererseits durch den gedeckten Sitzplatz gegliedert. Hangseitig befinden sich die Kellerräume. 

Alle Haupträume sind nach Süden, zur Aussicht und zum Garten hin ausgerichtet. Damit entsteht ein U-förmiges Gebäude, das einen Innenhof umschliesst, der das Zentrum des Hauses bildet, spannende Sichtbezüge schafft und die Wegführung innerhalb des Hauses bestimmt. Der Hof erlaubt trotz Hanglage eine mehrseitige Belichtung der Räume im Sockelgeschoss und einen starken räumlichen Bezug vom Eingangs- zum Sockelgeschoss.

Die harte Hülle aus Beton bildet den Übergang vom felsigen Erdreich zum Sockelgeschoss, das sich nur gegen Süden mit grosszügigen Verglasungen und Verkleidungen aus Lärchenholz öffnet. Im oberen Geschoss führt die Materialisierung mit harten Betonbändern im Bereich der Decken und weichen Füllungen von der Süd- über die Ostfassade bis zum Garagentor auf der Strassenseite. Die Hoffassaden sind analog gestaltet. Selbst im Innern wird dieses Konzept fortgeführt mit Sichtbetondecken, Hartbetonböden und Füllungen mit glatt verputzten Wänden respektive Lärchenfenstern- und verkleidungen.

Situation

Eingangsgeschoss

Sockelgeschoss

Querschnitt

Ansicht Ost

Längsschnitt

Umbau Strengigartenweg Allschwil

Das Haus am Strengigartenweg, erbaut im Jahre 1959, wird charakterisiert durch ein prägnantes Dachgeschoss. Sockel- und Erdgeschoss sind in Massivbauweise, das Dachgeschoss hingegen in Holzbauweise ausgeführt, aussen gut ablesbar durch eine Aussenverkleidung mit Faserzementplatten im Giebelbereich. Im Laufe der Jahre wurde die Garage im Sockelgeschoss zum Zimmer ausgebaut, ein Velounterstand mit grossem Vordach ergänzt und das Wohnzimmer zum Garten hin vergrössert. Präzise gesetzte Bandfenster und der fehlende Dachvorsprung verleihen dem Gebäude ein modernes Erscheinungsbild und verweisen auf Vorbilder des Neuen Bauens.

Auch im Innern sind Themen und Elemente der klassischen Moderne zu finden. Herzstück bildet die durch alle Geschosse führende Sichtbacksteinwand mit wunderbar filigraner Treppenkonstruktion. Trotz aller nötiger Umbaumassnahmen konnten diese Zeitzeugen erhalten und mit viel Sorgfalt restauriert werden. Einige gezielte räumliche Eingriffe im Erdgeschoss wie das Öffnen der Küche, das Umplatzieren des Badezimmers in die Zimmerschicht sowie das zusätzliche Kastenfenster auf der Westfassade erzeugen eine überraschende Grosszügigkeit.

Ein zusätzliches Bad und die Dachgaube auf der Ostseite erhöhen die Wohnqualität im Dachgeschoss entscheidend. Die nötigen energietechnischen Sanierungsmassnahmen beschränken sich auf den Holzbauteil und beinhalten die Dämmung des Daches sowie der Giebelfassaden. Die reduzierte Gestaltung der erneuerten Oberflächen mit geschossübergreifend einheitlicher Materialisierung betont die erhalten gebliebenden originalen Bauteile umso mehr.

Erdgeschoss

Dachgeschoss

Querschnitt

Längsschnitt

Mehrfamilienhäuser Schönenbuchstrasse Allschwil

Die beiden Mehrfamilienhäuser mit je fünf Wohnungen befinden sich am Rande der Bauzone mit wunderschönem Ausblick ins Grüne. Sie sind im Untergeschoss durch eine gemeinsam genutzte Autoeinstellhalle miteinander verbunden. Beide Baukörper sind zentral mit Treppenhaus und Lift erschlossen und beherbergen auf jedem Geschoss je zwei Wohnungen sowie je eine Wohnung im Attikageschoss. Zimmer und Bäder sind im nördlichen Bereich um den zentralen Eingang angeordnet, während der offene Ess- und Wohnbereich mit Aussensitzplatz zum ruhigen Garten hin im Süden des Grundstücks orientiert ist. Den Wohnungen im Erdgeschoss ist über eine interne Treppe jeweils ein Studio im Untergeschoss zugeordnet.

Die Wohnungen sind zueinander versetzt, wodurch trotz Attikageschoss die Gebäudehöhe zur Strasse gebrochen wird und die Baukörper zum Teil nur zweigeschossig in Erscheinung treten. Die Volumen fügen sich deshalb sehr gut in die kleinteilige Struktur des Quartiers ein, zusätzlich kann aber auch die Privatheit der Aussenräume optimiert werden.

Im Gegensatz zu den konventionell materialisierten Wohnungen (Weissputzoberflächen, Parkettböden) sind die Treppenhäuser bewusst roh gehalten, mit Betonoberflächen, Kunststeinböden sowie eichenfurnierten Türen und Treppenbrüstungen. Die Materialisierung aussen unterstützt das volumetrische Konzept. Die Holz-Metall-Fenster sind allseits in die hintere verputzte Fassadenschicht integriert, wobei auch die Stoffstoren farblich auf die Putzfarbe abgestimmt sind. Die vorgelagerten umlaufenden Bänder aus Streckmetall bilden Brüstungen und Dachrand und verlaufen dynamisch zwischen den wechselnden Höhen der Fenster und Balkonbrüstungen. Sie betonen die horizontale Schichtung der Fassade und schaffen eine starke Verbindung der beiden Gebäude.

Situation

Attikageschoss

Obergeschoss

Erdgeschoss

Untergeschoss

Schnitt

Ansicht Nord

Ansicht West

Häuser Alte Hofstetterstrasse Flüh

Die zwei in einem Baukörper zusammengefassten Häuser führen die bestehende Bebauung entlang der Hangkante und der Alten Hofstetterstrasse weiter. Damit wird die letzte vorhandene Baulücke in dieser Zeile geschlossen. An der Alten Hofstetterstrasse sind die Parkplätze angeordnet. Eine kurze Treppe führt zu den Hauseingängen, wo sich die Veloabstellplätze in einem gedeckten Raum unter den Parkplätzen befinden. Im grosszügig verglasten Erdgeschoss mit Wohnen, Essen, Küche und Sitzplatz lassen sich die Aussicht über Flüh zum Kloster Mariastein und zur Ruine Landskron geniessen. Im Geschoss darüber befinden sich zwei Zimmer und das Bad unter der spektakulären, mehrfach geknickten Dachform. Über das skulpturale Treppenhaus, in dem sich die beiden Treppen jeweils um Einbaumöbel winden, gelangt man ins Sockelgeschoss mit weiteren Zimmern, Dusche und Kellerräumen.

Durch die Platzierung des Baukörpers am oberen Rand der Parzelle und parallel zum Höhenverlauf kann die Hanglage optimal für die Belichtung der drei Geschosse genutzt werden. Die geknickten Fassaden und Dachflächen ermöglichen eine optimale Integration in die bestehende Situation und verstärken die klare Ausrichtung zur Aussicht und Sonne hin. Dieses Thema findet seine logische räumliche Fortführung in den seitlich des Baukörpers angeordneten Sitzplätzen. Innen entstehen spannende und dynamische Räume und Raumabfolgen.

Die einheitliche Materialisierung aussen mit Sichtbeton für Wände und Dach sowie die praktisch fassadenbündig eingesetzten Fensterfronten aus Lärchenholz komplettieren den volumetrischen kristallartigen Ausdruck des Gebäudes. Im Innern verstärkt die reduzierte Materialwahl mit Sichtbetondecken, Weissputzwänden und sägerohen Holzböden die Wahrnehmung der diversen vorhandenen Schrägen bei Wänden und Dach. Die Nachhaltigkeit in Bezug auf Ressourcen-Nutzung ist gegeben durch die kompakte Gebäudeform, die durchdachte Anordnung der Raumflächen, die Verwendung von unveredelten Materialien und die haustechnische Ausstattung mit Luft-Wasser-Wärmepumpe und Komfortlüftung.

Situation

Dachgeschoss

Erdgeschoss

Sockelgeschoss

Schnitt

Fassade Nord

Ersatzbauten Schreinerei Hofstetten

Wir planen die Umnutzung des Areals der Schreinerei mit einem Ersatzbau an der Flühstrasse und einem Neubau am Hutmattweg. Die bestehenden Gebäude lassen aufgrund ihrer schlechten Bausubstanz und der Untauglichkeit für andere Nutzungen keinen Erhalt zu und werden daher abgebrochen. Der Ersatzbau an der Flühstrasse entspricht den Gebäudeabmessungen des bestehenden Baus und folgt der Gestaltungsbaulinie. Die Geschossigkeit und die Dachgestaltung des historischen Baus werden beibehalten, um den dörflichen Charakter des Ortskerns zu bewahren.

Ein wichtiges Ziel der Umnutzung des Areals beinhaltet eine ortsbildtypische dichte Bebauung mit angemessen dimensionierten Vorplatzbereichen und Hofstattflächen. Aufgrund dessen löst sich der Neubau als zweites Element des Areals von der bestehenden Gebäudestruktur und wird in Richtung des Hutmattwegs verschoben. Dadurch wird der von der Schreinerei als Holzlager genutzte Vorplatz verkleinert und es entsteht ein gemeinsamer Hinterhof. Der Neubau soll sich in die historische Bausubstanz einfügen und als Ergänzung der bestehenden Bebauung wahrgenommen werden. In Anlehnung an die Werkstatt der Schreinerei wird das Mehrfamilienhaus mit einer ähnlichen Dachneigung, Materialität und gleicher Firstrichtung versehen. Es ordnet sich mit zwei Geschossen dem Ersatzbau an der Flühstrasse unter. Trotzdem soll der Neubau auch als solcher erkennbar sein. Durch die unterschiedlich angeordneten Öffnungen und die neu interpretierte Holzfassade wird eine subtile Modernität erzeugt.

Das Material Holz als Sinnbild der Schreinerei findet sich als verbindendes Element in der Fassadengestaltung beider Gebäude wieder. Insgesamt entstehen bis zu zehn altersgerechte Eigentumswohnungen mit Autoeinstellhalle, Veloraum, Weinkeller und Gemeinschaftsraum. Im Erdgeschosses des Ersatzbaus sind auch gewerbliche Nutzungen denkbar.

Detaillierte Informationen unter www.wohnraum-hofstetten.ch

Situation

Erdgeschoss

Obergeschoss

Schnitte

Anbau Schulhaus Witterswil

Schulreform und neue Unterrichtsformen bedingen eine Erweiterung des Primarschulhauses, gefordert sind vorwiegend Gruppenräume. Das Schulhaus wird aus funktionellen Gründen auf zwei Seiten erweitert. Damit erhalten die meisten Klassenzimmer einen direkt zugänglichen Gruppenraum, der gut vom Klassenzimmer einsehbar ist. Mit dem Anbau Süd wird das Gebäude auf dieser Seite geschlossen, der Gang führt nicht mehr an die Fassade. Die Gruppenräume sind komplett verglast, damit Licht wie durch einen sich nach aussen öffnenden Lichtkörper ins Innere gelangt. Aussenräumlich bildet der südliche Anbau den Abschluss des Gebäudes zum in den Ortskern führenden Fussweg. Eine Abschrägung des Baukörpers entschärft die nahe Ecke zum Fussweg und lässt ihn als Kopfbau erscheinen. Der nördliche Anbau hingegen lässt den Gangbereich offen, damit eine zukünftige Erweiterung möglich bleibt.

Gruppenräume sind deutlich kleiner als Klassenräume, werden anders genutzt und verlangen nach einer anderen Raumproportion und Belichtung. Die bestehende Putzfassade mit Lochfenstern wird deshalb nur partiell weitergeführt. Stattdessen erhalten die Anbauten geknickte Fassadenverläufe und eine nichttragende Fassade aus Glas und Holz. Die formale und materielle Differenzierung der Anbauten führt zu einem ausgewogenen Verhältnis von «harter» und «weicher» Fassade und bricht die monumentale Erscheinung des langen Baukörpers. Für die Strukturierung und Beschattung der Fassade werden vertikale Lamellen aus Lärchenholz verwendet. Sie sind unregelmässig gesetzt, laufen jeweils vor den Fenster- und Fassadenelementen durch und überspielen geschickt die Deckenstirnen. Die Anbauten gewinnen so an Homogenität und Ausdruckskraft. Ein Teil des nördlichen Anbaus wird in Struktur und Gestaltung den vorhandenen Klassenzimmern angepasst. Die sich darin befindenden Gruppenräume können jederzeit zugunsten eines Klassenzimmers pro Geschoss aufgehoben werden.

Situation

Erdgeschoss

Obergeschoss

Untergeschoss

Schnitt a-a

Fassade Süd

Schnitt b-b

Fassade West

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